Imkerthemen

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Das macht den Wabenbau der Bienen so besonders

Der Wabenbau der Bienen ist enorm stabil und gleichzeitig leicht. Diese Vorteile haben sich bereits viele Techniker abgeschaut und die Wabenstrukturen auf Autoreifen, Ziegelsteine, Waschmaschinentrommeln und einiges anderes übertragen. Doch was macht ihn so stabil? Wie bauen die Bienen die Waben? Und was hat es mit den unterschiedlich grossen Zellmassen auf sich, die es im Handel gibt?

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Braucht es eine Wachsverordnung?

Wer Mittelwände kaufen will, steht oft vor einer Herausforderung: Woher weiss ich, ob die Mittelwände qualitativ in Ordnung sind? Ein Wachsstandard könnte bald helfen!

Das Thema Wachsverfälschungen kommt in den Imkerzeitschriften jedes Jahr so sicher wie die Haselblüte. Schon vor einem Jahrhundert wurde berichtet, dass Betrüger Bienenwachs mit billigeren Wachsen streckten. Zuletzt gab es 2016 einen grösseren Wachsskandal. Eines der Opfer war damals Markus Gann, der Mittelwände bei einem Umarbeiter gekauft hatte. Er beobachtete, wie die junge Brut in den Zellen verkümmerte und die Völker immer schwächer wurden – kein Wunder, das Wachs seiner gekauften Mittelwände war mit bis zu 25 Prozent Stearin gepanscht. Gann zeigte den Händler an und forderte mit einer Wachspetition eine bessere Überwachung des Wachses.

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Wie rein ist Bienenwachs

Einwandfreies Bienenwachs ist eine Voraussetzung für gesunde Völker und die Ernte von Qualitätshonig. Analysen des Tiergesundheitsdienst Bayern e.V. auf Verfälschungen und Rückstände zeigen, dass hinsichtlich der Wachsqualität in vielen Imkereien durchaus noch Verbesserungspotenzial besteht

von Dr. Andreas Schierling

Sauber ausgeschmolzene Wachsblöcke – Rückstände und Verfälschungen können nur mittels Analyse erkannt werden.

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Tags: wachs

Stearin im Bienenvolk schädigt die Brut

Während Paraffingehalte im Bienenwachs „nur“ die Stabilität von Waben vermindern, bewirken Stearinverfälschungen schon bei einem relativ geringen Gehalt, dass sich die Brut nicht mehr normal entwickelt

von Anke Lena Kohnle

Die zweigeteilte Mittelwand im Mini-plus-Rähmchen. Links mit unbelastetem Referenzwachs und rechts mit 7,5 % Stearinanteil.

Dass mit Stearin verfälschte Mittelwände Brutschäden verursachen können, ist seit langem bekannt. So weist eine Studie vom belgischen Amt für Gesundheit, Nahrungssicherheit und Umwelt nach, dass bereits eine Verfälschung von 15 Prozent Stearin im Bienenwachs eine deutlich erhöhte Sterblichkeit der Bienenbrut verursacht. In unseren Untersuchungen im Arbeitskreis von Dr. Klaus Wallner an der Landesanstalt für Bienenkunde gingen wir der Frage nach, ob und inwieweit auch schon bei geringeren Stearingehalten eine brutschädigende Wirkung auftritt. Dazu haben wir authentisches und rückstandsfreies Wachs (Referenzwachs) mit handelsüblichem Stearinwachs für die Kerzenherstellung in den Konzentrationen von 2,5 bis 30 Prozent vermischt. Um unter praxisrelevanten Bedingungen zu arbeiten, wurden daraus Mittelwände gegossen und für einen direkten Vergleich zusammen mit einer Mittelwand aus Referenzwachs in Miniplus-Rähmchen eingelötet. Jedes Rähmchen einer Konzentrationsstufe wurde in ein separates kleines Versuchsvolk der Landesanstalt eingebracht. Über einen Zeitraum von vier Wochen (Ende Mai bis Ende Juni) wurden die Völker beobachtet und alle zwei bis drei Tage der Zustand der Mittelwände und der Brut kontrolliert und dokumentiert.

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Besuch der Wachsverarbeitung Richli Wachs in Malters

Am 31.08.2019 machte unser Verein einen Ausflug zu Richli Wachs in Malters. Fritz und Margrit Richli zeigte uns eindrücklich, wie aus den alten Waben und Wachsblöcken wieder wunderbare Wabenwände entstehen.

Wir konnten den gesamten Prozess vom Schmelzen der Waben, Entseuchen, Verarbeitung in Wachsrollen und schlussendlich das Prägen der Wabenstruktur bestaunen.

Unter der kompetenten Führung von Ritz Richli erfuhren wir, dass eine solche Umarbeitung viel Fingerspitzengefühl und Erfahrung erfordert, damit die Wabenwände in der gewohnten Qualität entstehen.

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