Imkerthemen

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Totale Brutentnahme

Die Varroamilbe beschäftigt uns Imker das ganze Jahr über, denn ohne unsere Unterstützung würden die meisten Völker an den Milben und an den Viren, die sie verbreiten, sterben. Die meisten Imker behandeln ihre Bienenvölker mit organischen Säuren – aber wir können die Varroamilbe auch biotechnisch bekämpfen. Einer diese Behandlungen ist die vollständige Brutentnahme, bei der man den Bienen alle Brut entnimmt.

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Honigernte 2020: Bericht 20-Minuten Zeitung

Schweizer Imker jubeln über RekordjahrImker haben derzeit alle Hände voll zu tun: Die erste Honig-Ernte fällt extrem üppig aus. Schuld daran ist die frühe Blütezeit. Manchem Imker bereitet dies Sorgen.

Schweizer Imker sind derzeit so fleissig, wie ihre Schützlinge. Im Akkord schleudern sie Kilogramm um Kilogramm süssen Honig von ihren fliegenden Völkern. «Ich habe noch nie so viel Honig ernten können. Es ist ein sehr gutes Jahr für die Bienen», sagt Imker Bruno Hayoz aus Düdingen FR zu den «Freiburger Nachrichten». Unter Imkern gelten Frühlingsernten mit über 10 Kilogramm Honig pro Volk als gut. Doch heuer verzeichnen die Imker deutlich höhere Zahlen.

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Tags: honig

Zwischenableger machen

Die Bienen haben Schwarmzellen und ich will sie am Schwärmen hindern? Der Zwischenableger (Flugling) ist eine gute Methode für Imker, die im Magazin arbeiten.
Vorteile des Zwischenablegers:

  • Man muss die Königin nicht suchen.
  • Die Bienen tragen weiter Nektar ein, so verliert der Imker keinen Honig.
  • Man schwächt das Volk nicht langfristig. Denn: Wenn man den Zwischenableger später rückvereint, ist das Volk weiterhin stark und kann in Spättrachten weiter Honig bringen.

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Tags: betrieb

Wachsmotten erkennen und bekämpfen

Die meisten Imker hatten schon Probleme mit Wachsmotten. Deshalb ist es wichtig Waben gut zu lagern und die Motten zu bekämpfen.

Es gibt zwei Arten der Wachsmotte: Die Grosse Wachsmotte (Galleria mellonella) und die Kleine Wachsmotte (Achrioa grisella). Uns Imkern begegnet hauptsächlich die Grosse, wenn sie im Sommer gelagerte Waben ausfrisst. Dabei fressen die Wachsmotten eigentlich kein Wachs, sondern den eiweisshaltigen Pollen oder Brutrückstände wie Larvenkot und Nymphenhäutchen, die beim Schlupf einer Biene in der Zelle bleiben. Die Motten zerstören so ganze Waben und fressen auch Zargen an – deshalb werden sie mit Säure, Schwefel oder Kälte bekämpft. In freier Natur waren die Wachsmotten durchaus nützlich: Sie befreiten nicht mehr bewohnte Bienen-Nester von altem Wabenbau.

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Tags: parasiten

Schwarmprozess als Varroakiller

Im Schwarmprozess durchlaufen alle neuen Volkseinheiten – Vorschwarm, Nachschwärme und Restmuttervolk – eine mehr oder weniger lange brutfreie Periode. Dadurch wird die Milbenbelastung beträchtlich reduziert. Der US­amerikanische Bienenwissenschaftler Thomas Seeley hat das Verhalten von Völkern in kleinen und grossen Beutensystemen verglichen. Wie zu erwarten war, schwärmten die Völker in der kleinen Behausung mit etwa 40 Litern viermal häufiger als in der grossen mit ungefähr 160 Litern. In der Folge verringert sich die Milbenzahl auf den Bienen um das Dreifache. Schäden durch das Flügeldeformationsvirus wurden nur bei Bienen in der grossen Beute beobachtet. Die Auswinterungsverluste ohne Behandlung der Völker lagen in kleinen Beuten bei 30 Prozent, in den grossen dagegen bei über 80 Prozent.

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Verkotete Waben – was tun?

Bei toten oder schwachen Völkern findet man im Frühjahr oft verkotete Waben und Kotspritzer auf Beuten. Was soll man mit Waben aus toten Völkern machen?

Wenn ein Volk gestorben ist, findet man oft verkotete Waben im Stock. Die hellgelben bis dunkelbraunen Kotspritzer können Mikroorganismen, Sporen oder Krankheitserregern. Verkotete Waben sollte man deshalb einschmelzen und saubere Futterwaben mit Essigsäure desinfizieren, bevor man sie einem anderen Volk zuhängt.

Was tun mit verkoteten Waben?

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Tags: gesundheit

Völkerbeurteilung und -auslese: neue Kurzfilme zur Völkerdurchsicht

Für eine Beurteilung und Auslese der Bienenvölker ist eine regelmässige Durchsicht unerlässlich. Diese liefert wichtige Anhaltspunkte zum Gesundheitszustand eines Volkes und ermöglicht ein rechtzeitiges Handeln.

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Wie rein ist Bienenwachs

Einwandfreies Bienenwachs ist eine Voraussetzung für gesunde Völker und die Ernte von Qualitätshonig. Analysen des Tiergesundheitsdienst Bayern e.V. auf Verfälschungen und Rückstände zeigen, dass hinsichtlich der Wachsqualität in vielen Imkereien durchaus noch Verbesserungspotenzial besteht

von Dr. Andreas Schierling

Sauber ausgeschmolzene Wachsblöcke – Rückstände und Verfälschungen können nur mittels Analyse erkannt werden.

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Tags: wachs

Stearin im Bienenvolk schädigt die Brut

Während Paraffingehalte im Bienenwachs „nur“ die Stabilität von Waben vermindern, bewirken Stearinverfälschungen schon bei einem relativ geringen Gehalt, dass sich die Brut nicht mehr normal entwickelt

von Anke Lena Kohnle

Die zweigeteilte Mittelwand im Mini-plus-Rähmchen. Links mit unbelastetem Referenzwachs und rechts mit 7,5 % Stearinanteil.

Dass mit Stearin verfälschte Mittelwände Brutschäden verursachen können, ist seit langem bekannt. So weist eine Studie vom belgischen Amt für Gesundheit, Nahrungssicherheit und Umwelt nach, dass bereits eine Verfälschung von 15 Prozent Stearin im Bienenwachs eine deutlich erhöhte Sterblichkeit der Bienenbrut verursacht. In unseren Untersuchungen im Arbeitskreis von Dr. Klaus Wallner an der Landesanstalt für Bienenkunde gingen wir der Frage nach, ob und inwieweit auch schon bei geringeren Stearingehalten eine brutschädigende Wirkung auftritt. Dazu haben wir authentisches und rückstandsfreies Wachs (Referenzwachs) mit handelsüblichem Stearinwachs für die Kerzenherstellung in den Konzentrationen von 2,5 bis 30 Prozent vermischt. Um unter praxisrelevanten Bedingungen zu arbeiten, wurden daraus Mittelwände gegossen und für einen direkten Vergleich zusammen mit einer Mittelwand aus Referenzwachs in Miniplus-Rähmchen eingelötet. Jedes Rähmchen einer Konzentrationsstufe wurde in ein separates kleines Versuchsvolk der Landesanstalt eingebracht. Über einen Zeitraum von vier Wochen (Ende Mai bis Ende Juni) wurden die Völker beobachtet und alle zwei bis drei Tage der Zustand der Mittelwände und der Brut kontrolliert und dokumentiert.

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Digitalisierung in der Imkerei

Die Digitalisierung macht auch bei der Imkerei nicht halt! Es existieren verschiedene App als Ersatz für die Stockkarte und die Verwaltung der Imkerei und Bienenvölker.

Ich habe verschiedene App's ausprobiert und bin bisher mit keiner so richtig glücklich geworden.

Dann bin ich auf die Plattform von beesmart gestossen und habe diese Software seit einem Jahr im Einsatz.

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Tags: betrieb

Strategiewechsel in der Varroabekämpfung

Viele Imker meinen, dass sich der Varroabefall nur durch einen ständigen Einsatz von Medikamenten unter Kontrolle halten lässt. Dennoch liegen die durch Varroamilben und die sie begleitenden Viren verursachten Winterverluste bei etwa 15 Prozent. Dr. Ralph Büchler zeigt auf, welche Alternativen für einen Wechsel der Bekämpfungsstrategie sich uns bieten.

Obgleich eine Vielzahl hochwirksamer Bekämpfungsmittel zur Verfügung steht, liegen die in erster Linie durch Varroaschäden bedingten Winter-Völkerverluste nach den Zahlen des DeBiMo-Projektes bei etwa 15 Prozent, Tendenz leicht steigend. So ist es nur folgerichtig, wenn viele Imker – beispielsweise auch Berufsimker Bernhard Heuvel, zu lesen in seinen Monatsbeiträgen im Oktober und November – nach alternativen Lösungen suchen. Besondere Aufmerksamkeit richtet sich dabei auf die immer häufigeren Berichte über resistente Bienenpopulationen, die ohne menschliches Zutun über Jahre erfolgreich mit Varroamilben überleben. Barbara Locke hat hierzu 2016 in der Apidologie in einem Übersichtsartikel einige wissenschaftlich gut dokumentierte Beispiele zusammengestellt (s. Quellen). Interessant ist, alle diese Bienenpopulationen hatten zuvor einen natürlichen Selektionsprozess ohne Einsatz von Medikamenten durchlaufen. Dabei war es zu genetischen Veränderungen gekommen, etwa der jährlichen Bruttätigkeit, des Bruthygieneverhaltens oder der Vermehrungsmöglichkeiten der Milben in der Arbeiterbrut (SMR). Diese bewirken, dass der Befallsanstieg dieser Völker signifikant herabgesetzt ist. Leider sind Versuche, die vermeintlich resistenten Völker in andere Regionen bzw. in wirtschaftlich betriebene Imkereien zu transferieren, wenig erfolgreich verlaufen. Die Fähigkeit, ohne Bekämpfung der Milben überleben zu können, geht unter den veränderten Umweltverhältnissen regelmässig verloren. Offenbar wirken lokale Gegebenheiten und die regelmässigen Eingriffe einer wirtschaftlichen Imkerei hierbei begrenzend.

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Mein Honig trennt sich in zwei Schichten – warum?

Honig, der schon lange lagert, kann sich in zwei Phasen trennen. Unten bildet sich eine feste Schicht, oben eine flüssige Lache. Bei dieser besteht das Risiko, dass sie gärt.

Dieser Honig hat sich entmischt: Unten setzt sich eine Glukose-Schicht ab, die Fruktose-Wasser-Mischung darüber schimmert leicht rötlich, oben gärt der Honig schon und quilt über.

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Tags: honig

Gift aus der Landi gefährdet Bienen

Im Aargau hat ein verunreinigtes Insektizid aus einem Landi Agrar-Center Hunderttausende Bienen getötet. Das gleiche Mittel wurde im Zürcher Oberland 15-mal verkauft. Imker sind empört.

600 000 Bienen sind einem Imker im Kanton Aargau kürzlich verendet, insgesamt 24 Völker. Die Laboranalysen zeigten, dass der verbotene Stoff Fipronil dafür verantwortlich war: Er befand sich als Beimischung in einem eigentlich legalen Insektizid, das ein ahnungsloser Bauer zur Bekämpfung von Blattläusen auf seinen Äckern einsetzte, wie die «Sonntags-Zeitung» berichtet.

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Was läuft schief bei der Zulassung von Pestiziden?

Im Echo der Zeit von Radio SRF wurde folgender Beitrag mit dem aktuellen Thema "Pestizide in der Landwirtschaft" ausgestrahlt: Link>>>

 

Pestizide werden zugelassen, wenn sie ein vorgeschriebenes Verfahren erfolgreich überstehen. Aber diese Verfahren haben Schwächen. Auch in der Schweiz.

Quelle: Radio SRF

Bienen richtig füttern

Risiko HMF: Bienen-Futter nicht zu lange lagern

Hydroxymethylfurfural (HMF) ist für die Bienen giftig. Deshalb sollte Futter-Sirup nicht zu lange gelagert werden.

Hydroxymethylfurfural (HMF) entsteht, wenn sich Wasser aus Einfachzuckern abspaltet – betroffen ist vor allem Fruktose. Im Gegensatz zu Zucker können die Bienen das HMF nicht verdauen. Das Bieneninstitut Celle hat herausgefunden, dass sich die Sterberate der Bienen bei einer HMF-Belastung von 1g HMF je kg Futter verdoppelt im Vergleich zu unbelastetem Futter. Es ist besonders gefährlich, wenn die Bienen über lange Zeit viel HMF zu sich nehmen. Vor allem bei Winterbienen, die sechs Monate leben, wäre es dramatisch, wenn sie an schlechtem Futter zu früh sterben.

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Tags: gesundheit

Besuch der Wachsverarbeitung Richli Wachs in Malters

Am 31.08.2019 machte unser Verein einen Ausflug zu Richli Wachs in Malters. Fritz und Margrit Richli zeigte uns eindrücklich, wie aus den alten Waben und Wachsblöcken wieder wunderbare Wabenwände entstehen.

Wir konnten den gesamten Prozess vom Schmelzen der Waben, Entseuchen, Verarbeitung in Wachsrollen und schlussendlich das Prägen der Wabenstruktur bestaunen.

Unter der kompetenten Führung von Ritz Richli erfuhren wir, dass eine solche Umarbeitung viel Fingerspitzengefühl und Erfahrung erfordert, damit die Wabenwände in der gewohnten Qualität entstehen.

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Tags: wachs

Schwarzsucht

Schwarzsucht – eine verbreitete Viruskrankheit der Bienen in der Ostschweiz

Aus den Kantonen Graubünden, St. Gallen, Glarus, Uri, Schwyz, Nid- und Obwalden erfolgen ungewöhnlich viele Meldungen, die auf eine Erkrankung der Bienenvölker an Schwarzsucht hindeuten. Die Symptome sind Bienen, die ihre Haare verloren haben und deshalb schwarz erscheinen (das hat nichts mit der Rasse der Dunklen Bienen (Apis mellifera mellifera) zu tun). Die Wächterbienen am Flugloch erkennen ihre eigenen Schwestern nicht mehr und es kommt zu Abwehrkämpfen gegen diese schwarzen Bienen wie bei Räuberei. Die abgewehrten schwarzen Bienen krabbeln dann am Boden vor dem Stock herum, werden hin und wieder von Zitteranfällen durchgeschüttelt und gehen innerhalb eines Tages zu Grunde. Das Volk wird durch den Verlust der infizierten Bienen sehr geschwächt und kann auch zu Grunde gehen.

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Tags: gesundheit

Kombination aus Insektengift und Milben ist für Honigbienen besonders schädlich

Eine internationale Studie mit Berner Beteiligung dokumentiert den «Kombi»-Effekt von Varroa-Milbe und Insektiziden.

Dass gewisse Pflanzenschutzmittel und die verbreitete Varroa-Milbe Bienen zusetzen können, weiss man schon länger. Forscher der Universität Bern und weiteren Hochschulen in den USA und Thailand sowie dem internationalen Honigbienen-Forschungsnetzwerk «Coloss» haben nun erstmals nachgewiesen, dass die beiden Stressfaktoren in Kombination besonders gravierende Auswirkungen haben. Der Effekt könnte laut den Wissenschaftern die weltweit erhöhten Verluste an Bienenvölkern in den letzten Jahren erklären.

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Bienenfreundliche Landwirtschaft hilft der Natur

Seit drei Jahren achten Aargauer Bauern besser auf Bienen. Sie merken, dass sich dadurch die Natur erholt.

Wenn Getreidefelder nicht mit Pflanzenschutzmitteln gespritzt werden, befinden sich darauf rund 80 Prozent mehr Wildbienen. Zudem hat es in Feldern ohne Pflanzenschutzbehandlung 40 Prozent mehr Arten. Dies hat das Forschungsinstitut für biologischen Landbau FIBL nachgewiesen.

Drei Jahre nach dem Start des Projekts «bienenfreundliche Landwirtschaft» im Kanton Aargau kann damit eine erste, positive Bilanz gezogen werden. Die Aktion des Bienenzüchter- und des Bauernverbands scheint zu funktionieren. 337 Landwirtschaftsbetriebe sind dabei, die bis 2022 verschiedene Massnahmen zum Bienenschutz umsetzen.

Bericht Radio SRF [20.05.2019]

Tags: umwelt

Bayern will die Bienen retten

Artikel aus der NZZ vom 4.04.2019

Die Regierung unterstützt überraschend ein Volksbegehren

«Beim Thema Ökologie machen wir jetzt keine halben Sachen mehr», versicherte der bayrische Ministerpräsident Markus Söder am Mittwoch. Man habe verstanden, dass Tausende Menschen in Bayern mehr Artenschutz und mehr Ökologie wollten. Dies habe sich im Volksbegehren «Rettet die Bienen» eindrücklich bewiesen. Im Februar hatten sich mehr als 1,7 Millionen Menschen mit ihrer Unterschrift für deutliche Änderungen in der Landwirtschaft ausgesprochen.

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Tags: umwelt

Blühwiesen - oder Was jeder gegen das Insektensterben tun kann

Die Zahl der Insekten in Deutschland sinkt drastisch. Doch theoretisch kann jeder etwas dagegen tun, sagen Naturschützer - und geben Tipps für Gartenbesitzer und Verbraucher.

Blühende Pflanzen helfen Insekten

Hobbygärtner sollten im Garten und auf dem Balkon bienen- und insektenfreundliche Pflanzen säen und tolerieren. Dabei sollte vom zeitigen Frühjahr bis zum späten Herbst ein reiches Blühangebot von heimischen Sorten vorhanden sein. Beispiele für Bienenweiden sind Schneeglöckchen, Krokus, Löwenzahn, Klee, Wegwarte, Astern, Sonnenblume, Kornblume, Ringelblume, Glockenblume, Küchenkräuter sowie Beerensträucher und Obstbäume. Auch viele Nutzpflanzen sind wichtige Quelle von Nektar und Pollen für Wildbienen: Zucchini, Kürbis und Gurken locken Insekten an. Auf jeden Fall sollte es im Garten blühen, und die versiegelte Fläche sollte so klein wie möglich sein. Steingärten mit Kieswegen sind für Insekten eine Katastrophe. Auch der grüne, kurzgeschorene Zierrasen bietet nichts für sie. Gefüllte Blumensorten sollten vermieden werden, sie bieten weder Nektar noch Pollen.

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Tags: umwelt

Futtervorräte überprüfen

Die Auswertung des Bienengesundheitsdienstes (BGD) des Betriebskonzeptes Praxistests zeigte im ersten Testjahr 2017/18, dass viele Völker den Winter wegen Futtermangel / Hunger nicht überlebt haben (10% Wirtschaftsvölker und 19% Jungvölker). Diese Verluste können mit einer einfachen Futterkontrolle und einer rechtzeitigen Notfütterung vermieden werden.

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Die Bayern wollen die Bienen retten

Ein Volksbegehren setzt die Regierung unter Druck, sich für einen griffigen Artenschutz einzusetzen

Mehr als 1,7 Millionen Menschen standen in den letzten zwei Wochen teilweise bei Regen und Schneetreiben eine Stunde oder länger vor den bayrischen Rathäusern an, um für mehr Artenschutz und eine andere Landwirtschaft zu votieren. Das von der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP) initiierte und von einer breiten Allianz aus Grünen, Imkern, Forschern, Biobauern, Bürgerinitiativen und Umweltschutzorganisationen unterstützte Volksbegehren «Artenvielfalt – Rettet die Bienen» war ein wuchtiger und in diesem Ausmass selbst für die Initiatoren unerwarteter Erfolg. Mehr als 18 Prozent der Wahlberechtigten (nötig gewesen wären 10 Prozent) haben unterschrieben. Es ist damit das erfolgreichste Volksbegehren Bayerns.

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Tags: umwelt

Insekten sterben weltweit

Immer deutlicher zeichnet sich ab, dass das Insektensterben nicht nur in Deutschland stattfindet, wo es erstmals wissenschaftlich nachgewiesen wurde. Der Schwund der Kerbtiere ist ein weltweites Phänomen. Wenn es nicht gelingt, ihn zu stoppen, habe das «katastrophale» Konsequenzen, schreiben die Autoren eines Übersichtsartikels in der Fachzeitschrift Biological Conservation, in dem sie zusammengetragen haben, was bisher über das weltweite Insektensterben bekannt ist.

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Tags: umwelt

Feldvögel verschwinden

Die Zahl der Feldvögel wie Kiebitze, Feldlerchen oder Uferschnepfen geht stark zurück. Sie finden kaum mehr Rückzugsräume und Nistplätze.

Der europäische Vogelzählrat (European Bird Census Council), ein Zusammenschluss europäischer Vogelexperten, hat neue Zahlen eines europaweiten Vogelmonitorings veröffentlicht. Demnach hat der Bestand der Feldvögel in Europa von 1980 bis 2016 um rund 56 Prozent abgenommen. Für Deutschland geht der NABU derzeit von einem Schwund von mehr als 40 Prozent im selben Zeitraum aus.

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Tags: umwelt

Gefährliche Milbenbelastung

Meldung vom Bienengesundheitsdienst:

Beim Bienengesundheitsdienst (BGD) häufen sich die Anrufe von besorgten Imkerinnen und Imkern, die in einem Teil ihrer Völker einen sehr hohen natürlichen Milbenfall feststellen. Fallen jetzt im November über 10 Milben pro Tag auf die Unterlage, gefährdet dies das ganze Bienenvolk. Wer dann nicht handelt, riskiert die entsprechenden Völker zu verlieren.

Das BGD-Team berät Betroffene gerne über das in ihrem konkreten Fall bestmögliche weitere Vorgehen (Telefon 0800 274 274).

Für weitere Auskünfte steht der Bienengesundheitsdienst gerne zur Verfügung.

Quelle: BienenSchweiz

Tags: gesundheit

Wovon ernähren sich Varroa?

Eine bislang unveröffentlichte Studie aus den USA legt nahe, dass Varroen sich nicht von der Hämolymphe – also vom Blut der Biene – ernähren, sondern von deren Fettkörper.

Varroa saugt die Hämolymphe der Bienen – so liest man es immer wieder in der Literatur; und auch die blutsaugende Zecken-Verwandtschaft fördert eine entsprechende Vorstellung. Doch eine US- amerikanische Studie legt nun den Schluss nahe, dass es sich bei den Bienenparasiten eher um «Fettabsauger» handelt. Ausgangspunkt der Untersuchungen an der Universität von Maryland war eine Diskussion mehrerer Bienenwissenschaftler. Sie bezweifelten, dass Varroaweibchen durch Blutmahlzeiten allein genug Nährstoffe erhalten könnten, um sich so stark zu vermehren.

An diesem Punkt sollte man sich in Erinnerung rufen, dass die Eier der Varroa relativ gross sind: Sie messen rund ein Drittel des Körpervolumens der Milbe. Die Weibchen benötigen also viel Energie, um diese zu produzieren. Zudem besteht die Hämolymphe grösstenteils aus Wasser. Deshalb benötigen blutsaugende Insekten entsprechend ausgerüstete Exkretionsorgane, um die überschüssige Flüssigkeit wieder loszuwerden. Diese Organe sind bei Varroa jedoch relativ normal ausgebildet.

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Tags: parasiten

Heisser Sommer mit Folgen

Die Pollenvorräte in den Bienenvölkern sind in diesem Sommer aufgrund der anhaltenden Hitze und der Trockenheit knapp. Einige Völker haben gar keine Reserven mehr. Darauf weist das Institut für Bienenkunde in Celle hin. Viele Pflanzen blühten früher im Jahr als sonst, sodass anschliessend Nektar- und Pollenquellen fehlten. Mancherorts liess die Hitze die Pflanzen schlichtweg vertrocknen, wodurch sie nur sehr kurz blühten.

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Tags: gesundheit

Glyphosat schadet den Bienen!

Glyphosat stört Darmflora der Bienen

Biologen aus Texas haben untersucht, wie Glyphosat auf Bienen wirkt. Da der Unkrautvernichter die Darmflora der Bienen schädigt, werten sie es als eine Ursache für das weltweite Bienensterben.

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Tags: gesundheit

Petition «Insektensterben aufklären»

Unterschreiben – zum Wohl der Insekten und des ganzen Ökosystems

Mehr Fakten: Die Ursachen und die Tragweite des Insektensterbens in der Schweiz müssen umgehend aufgezeigt werden, damit rasch wirksame Massnahmen folgen. Dies verlangt die Petition «Insektensterben aufklären», die am 4.9.2018 in Bern von den Naturfreunden Schweiz NFS gemeinsam mit Dark-Sky Switzerland, dem Schweizer Bauernverband SBV sowie dem Dachverband der Schweizer Imkerinnen und Imker apisuisse lanciert worden ist.

Offizielle Petitionswebseite www.insektensterben.ch

Die Sammelfrist endet am 24. November 2018. Ziel der Petenten ist es, dem Bundesrat und dem Parlament während der kommenden Wintersession der Eidgenössischen Räte mindestens 50‘000 Unterschriften zu überreichen.

Tags: umwelt

Gesundheit im Bienenvolk

Warum sind auch Bienen krank? Dies war das Thema der letzten Fachveranstaltung vom 4. Juni. Was können wir Imker tun, damit es unseren Bienenvölkern gut geht? Der Anlass sollte aber auch einen Überblick über die häufigsten Krankheiten der Bienen geben.

weiter zur Präsentation >>>

Tags: gesundheit

US-Winterverluste angestiegen

Die zwölfte Umfrage unter den US-Imkern zu ihren Bienenverlusten ergab für den Winter 2017/2018 ein erschreckendes Ergebnis: 30,7% der von Imkern betreuten Völker gingen zugrunde. Knapp jedes dritte Bienenvolk in den USA kam somit nicht über den Winter.

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EuGH bestätigt Verbot der Neonicotinoide

Nachdem sich die EU-Mitgliedsstaaten mehrheitlich für ein Freilandverbot der drei Neonicotinoide Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam ausgesprochen haben, stellt sich auch der Europäische Gerichtshof (EuGH) dem Einsatz der bienengefährlichen Stoffe entgegen. Chemiekonzerne verlieren eine Klage.

Seit Ende April 2018 ist das Freilandverbot der drei Neonicotinoide Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam beschlossene Sache. Innerhalb der nächsten drei Monate muss der Einsatz beendet werden. Dieser Beschluss der EU-Mitgliedsstaaten bekam nun nochmals Unterstützung durch ein neues EuGH-Urteil. Die Richter des EU-Gerichts haben eine Klage der Chemiekonzerne Bayer und Syngenta abgewiesen. Diese hatten versucht, die von der EU-Kommission im Jahr 2013 verhängten Anwendungseinschränkungen der drei Neonikotinoide im Nachhinein als nicht rechtens zu erklären. Doch Fehlanzeige, der EuGH erkennt die Begründung der Hersteller der Pflanzenschutzmittel nicht an.

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Tags: gesundheit

Ein Schwarm im Mai .......

In der Deutschen Imkerzeitung Bienen & Natur, Ausgabe 5/2018 ist ein sehr schöner Artikel über das Schwärmen unserer Bienen von Dr. Frank Neumann verfasst worden.

Der Artikel führt uns eindrücklich vor Augen, dass Bienen wohl noch Wildtiere sind, aber durch die Probleme mit den Bienenkrankheiten und in unserer intensiv genutzten Umwelt als solche nicht überlebensfähig mehr ist.

Der Autor zeigt auch auf, dass wir als Imker bezüglich dem Einfangen von Schwärmen, resp. der Vorwegnahme der Schwärme eine Verpflichtung haben dies in unserer imkerlichen Praxis umzusetzen. Wir erweisen weder den Bienen, noch der Natur einen Dienst, wenn wir glauben ein Schwarm trage zu einer vielfältigen Ökologie bei.

zum Artikel >>>

Quelle: Bienen und Natur, 5/2018

Tags: gesundheit

EU verbietet drei für Bienen schädliche Insektizide

Die Mehrzahl der Anwendungen von Neonicotinoid-haltigen Pestiziden stellt ein Risiko für Wild- und Honigbienen dar, so die EFSA in ihren am 28.2.2018 veröffentlichten Bewertungen. Die Behörde hat die Risikobewertungen für drei Neonicotinoide – Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam – aktualisiert, die in der EU aufgrund der von ihnen ausgehenden Bedrohung für Bienen derzeit Beschränkungen unterliegen.

Link zur Meldung der EFSA

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Tags: gesundheit

Neue Merkblätter BGD: Maikrankheit

Der Bienengesundheitsdienst hat 4 neue Merkblätter veröffentlicht. Unter www.bienen.ch/merkblatt sind folgende praktische Merkblätter aufgeschaltet:

  • 1.4.4.1. Sammelbrutableger
  • 1.6.4. Komplette Brutentnahme mit Brutverwertung
  • 1.6.5. Varroabehandlung in Zuchtbeuten
  • 2.9. Maikrankheit
Tags: gesundheit

Apinella - Programm zur Früherkennung des Kleinen Beutenkäfers

Apinella startet am 1. Mai 2018 zum vierten Mal

Der Kleine Beutenkäfer konnte in Süditalien nicht ausgerottet werden und die Einschleppungsgefahr in die Schweiz bleibt nach wie vor bestehen. Deshalb gilt es aufmerksam zu bleiben, um einen möglichen Eintrag des Kleinen Beutenkäfers in die Schweiz frühzeitig zu erkennen. Zu diesem Zweck wird auch 2018 das Früherkennungsprogramm Apinella durchgeführt.

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Winterverluste 2017 / 2018

Imker haben über den Winter viele Bienenvölker verloren. Einige Imker der Region haben dieses Jahr überdurchschnittlich viele Völker verloren.

Schuld daran sind unter anderem fehlende Futterpflanzen für die Bienen. In Männedorf findet am Samstag ein Bienenpflanzenmarkt statt.

Seit etlichen Wochen fliegen sie wieder — die Honigbienen. Sobald Temperatur und Futterangebot stimmen, machen sich die fleissigen Tiere auf die Suche nach Pollen und Nektar. Doch nicht alle Bienenvölker überleben jeweils die Wintermonate. Christine Carigiet, Imkerin in Uetikon, hat diesen Winter erstmals seit fünf Jahren ein Bienenvolk verloren. Nun besitzt sie noch elf Stöcke.

Viel schlechter erging es Kollegen in der gleichen sowie in der Nachbargemeinde: «Beim einen Imker ist die Hälfte der Völker eingegangen, beim anderen sind sieben von acht gestorben», erzählt Carigiet. Das sei im Vergleich mit anderen Jahren ein sehr grosser Verlust. Als normal gilt eine Wintersterblichkeit von 10 Prozent.

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Hinterbehandlungsbeute in Deutschland

Scheinbar war vor 60 Jahren in Deutschland eine grosse Diskussion, welches die richtige Beute für die Imkerei sei, im Gange. In einem Artikel hat Armin Spürgin das Thema in biene&natur recherchiert und in einem Artikel in der Ausgabe 3/2018 beschrieben.

Vor fast 60 Jahren rang man in der deutschen Imkerei um die Frage: Was ist besser, Hinterbehandlungsbeute oder Magazin? Während sich heute alles um die Varroa-Milbe dreht, ging es damals um die „beste“ Beute und die „richtige“ Betriebsweise. Einer der wichtigsten Akteure war Imkermeister Karl Pfefferle aus dem Münstertal. 100 Jahre alt wäre er am 29. März 2018 geworden.

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Tags: beuten

Bieneninstitut warnt vor Lithiumchlorid

Lithiumchlorid wird als neues Behandlungsmittel gegen die Varroa-Milbe gefeiert. Doch bis es dafür eine Zulassung bekommt, muss noch viel geforscht werden. So warnt das Institut für Bienenkunde Celle Imker nun davor, Lithiumchlorid eigenmächtig anzuwenden. Mögliche Folgen: Brutschäden und Rückstände im Honig.

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Europa-Aus für Neonikotinoide?

Die drei einzigen derzeit in der EU zugelassenen und grossflächig in der Landwirtschaft eingesetzten Insektizide aus der Gruppe der Neonikotinoide gefährden Bienen. Dies geht aus einem heute von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) veröffentlichten Bericht hervor.

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Tags: gesundheit

Lithiumchlorid - Hoffnungsschimmer, aber kein Wundermittel gegen die Varroa!

Erschienen in Bienen & Natur 03/2018

Kaum eine Veröffentlichung löst bei Imkern ein so grosses Echo aus wie eine Meldung über ein neues Varroamedikament. So war es auch beim Lithiumchlorid, das sofort grosse Hoffnungen geweckt hat. Aber was ist dran? Wir baten Dr. Claudia Garrido um eine Einschätzung.

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«Bienen brauchen keine Wollmützen»

Erschienen in der Zürichseezeitung vom 24.02.2018:

Am Wochenende wird es wieder einmal frostig. Nach dem heuer wärmsten Januar seit dem Messbeginn könnte dieser Temperatursturz für kleinere, geschwächte Bienenvölker mit wenig Futterreserven zum Problem werden.

Der diesjährige Januar ging dank dem warmen Wetter in die Klimageschichte ein (Ausgabe vom 1. Februar). Die ungewöhnliche Wärme weckte Flora und Fauna früher als gewohnt aus der Winterruhe. So auch die Bienen.

An diesem Wochenende werden frostige Temperaturen erwartet. Ob und wie gut die hiesigen Bienenvölker diesen Temperatursturz wegstecken, hängt laut Werner Hungerbühler, ehemaliger Bieneninspektor des Bezirks Horgen, von verschiedenen Faktoren ab. Entscheidend seien die Gesundheit und Grösse des Bienenvolks sowie die Erfahrung des Imkers.

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Baumwolle und Sesam brauchen Bienen

Wild- und Honigbienen sind wichtig für einen hohen Ertrag von Baumwolle und Sesam. Gemeinsam können sie die Erntemengen um bis zu 60 Prozent steigern. Das hat eine Biologin der Universität Rostock in Westafrika erforscht. Auch dort sind die Bienen jedoch bedroht.

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Tags: gesundheit

Schweiz immer noch frei vom Beutenkäfer

Im vergangenen Jahr hat sich das Risiko einer Einschleppung in die Schweiz nicht verändert. Deshalb wird Apinella auch 2018 wieder durchgeführt. Von Anfang Mai bis Ende Oktober kontrollieren Imker flächendeckend und an strategisch ausgewählten Orten wiederum alle zwei Wochen Bienenstände. Für eine bessere Sensitivität der Überwachung werden jeweils alle Völker eines Bienenstandes untersucht, zumal der Kleine Beutenkäfer nicht alle Völker gleichmässig befällt.

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Lithiumchlorid verspricht Durchbruch

Lithiumchlorid verspricht Durchbruch im Kampf gegen gefährlichen Bienen-Parasiten / Veröffentlichung in international renommierter Fachzeitschrift „Scientific Report“.

Hoffnung für Imker: Erstmals gelang es Forschern der Universität Hohenheim in Stuttgart ein potentielles Medikament zu entwickeln, das befallene Bienenstöcke mit geringem Arbeitsaufwand über die Fütterung von der gefürchteten Varroa-Milbe befreien kann.

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Natürliche Bienenbehausung

In einem Artikel in «Biene & Natur» ist sehr eindrücklich beschrieben, wie Bienenvölker in freier Wildbahn ihre Behausungen wählen und darin erfolgreich überleben:

«Darwin» Beobachter von 1951

In der Deutschen Imkerzeitung 4/1952 hatte Hans Gütschow beschrieben, wie er ein Bienenvolk in einer gefällten Linde vorfand. Es sass in vier Metern Höhe, das Flugloch war auf der Regenseite. Das Volk entwickelte sich nach der winterlichen Umsiedlung im Januar 1952 prächtig. Anlass für Imkermeister Kurt Welker, von Russland zu berichten, wo er viele Bienenvölker aus Baumhöhlen geborgen hat.

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Tags: beuten