Imkerthemen

Die Knautien-Sandbiene ist eine Nahrungsspezialistin und soll zeigen, wie problematisch die Lebensumstände für Insekten heutzutage sind. Sie wurde zur "Wildbiene des Jahres 2017" gekürt.

Die Jury, die jedes Jahr die "Wildbiene des Jahres" auswählt, hatte bereits 2015 das Ziel aufzuzeigen, wie schwierig es für viele Wildbienen mittlerweile ist, Nahrung zu finden. Besonders die Arten tun sich schwer, die auf ganz bestimmte Wildkräuter angewiesen sind.

Und die Situation wird immer schwieriger. Deshalb soll auch im Jahr 2017 eine Wildbiene stellvertretend für die Nahrungsspezialisten den Blick auf die Probleme lenken. Hierbei zu nennen sind unter anderem: der fortschreitenden Umbruch der Wiesen in Ackerland und die starke Düngung und häufige Mahd der noch verbliebenen Wiesen.

Ausschau halten nach der Knautien-SandbieneDie Knautien-Sandbiene (Andrena hattorfiana) ist die "Wildbienen des Jahres 2017". Sie gehört zu den 134 Bienenarten Deutschlands, die für die Aufzucht des Nachwuchses auf den Blütenpollen ganz bestimmter Pflanzenarten angewiesen sind. In ihrem Fall ist es der Pollen der Wiesen-Witwenblume (Knautia arvensis).

Wenn die Knautien-Sandbiene diese Pollenkörner sammelt und er an ihren Beinchen klebt, wird klar, warum das Markenzeichen dieser Wildbiene die "roten Hosen" sind. Ihr Hinterleib fällt zudem durch eine besondere Rotfärbung auf.

Das Kuratorium "Wildbiene des Jahres" möchte nun genaueres Bild von der Verbreitung dieser Art bekommen und ruft deshalb dazu auf, nach diesem Tier Ausschau zu halten und Beobachtungen zu melden.

Mehr zur Knautien-Sandbiene und ihrer Auszeichnung als "Wildbiene des Jahres 2017" erfahren Sie unter wildbienen-kataster.de.

Quelle: Deutsches Bienenjournal

Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV meldet:

Die Situation des Kleinen Beutenkäfers (Aethina tumida) in Italien (Kalabrien) bleibt unverändert. Der letzte Fall wurde am 22. November 2016 gemeldet. In der Schweiz wurden in den im Rahmen von Apinella regelmässig beprobten Sentinel- Bienenständen in 2016 keine verdächtigen Käfer gefunden. Aufgrund der unveränderten Gefahrenlage in Italien wird das Früherkennungsprogramm Apinella ab dem 1. Mai 2017 wieder durchgeführt. Bienen, Hummeln, unverarbeitete Imkereinebenprodukte, gebrauchtes Imkereimaterial oder für den menschlichen Verzehr bestimmter Wabenhonig dürfen weiterhin nicht aus Kalabrien und Sizilien in die Schweiz verbracht werden, da über sie der Kleine Beutenkäfer eingeschleppt werden könnte (siehe Verordnung des BLV über Massnahmen zur Verhinderung der Einschleppung des Kleinen Beutenkäfers aus Italien).

Wissenschaftler warnen weltweit vor einem dramatischen Insektensterben. Betroffen sind vor allem Fluginsekten, wie Wild- und Honigbienen und Schmetterlinge. "Xenius" besucht den Biologen Andreas Fleischmann in Landshut und den Vogelforscher Hans-Günther Bauer am Bodensee und berichtet, wie sehr sich das Insektensterben schon auf den Artenerhalt von Wildblumen und Vögeln auswirkt.

>>> zum Film

Wissenschaftler warnen weltweit vor einem dramatischen Insektensterben. Betroffen sind vor allem Fluginsekten, wie Wild- und Honigbienen und Schmetterlinge. Dabei sind Insekten immens wichtig für uns Menschen und das gesamte Ökosystem: Fast 90 Prozent der Wildblumen sind von Bestäubung durch Insekten abhängig. Und weltweit könnten sich 75 Prozent unserer Nutzpflanzen, wie Obst und Gemüse nicht ohne Bestäubung durch Insekten fortpflanzen.

Insekten sind auch ein bedeutender Bestandteil der Nahrungskette für Fische und Vögel. Deshalb prophezeite der Insektenforscher Edward O. Wilson schon vor 30 Jahren: „Wenn die kleinen wirbellosen Tiere aussterben, bezweifle ich, dass wir Menschen länger als ein paar Monate überleben würden.” „Xenius” besucht den Biologen Andreas Fleischmann in Landshut und den Vogelforscher Hans-Günther Bauer am Bodensee und berichtet, wie sehr sich das Insektensterben schon auf den Artenerhalt von Wildblumen und Vögeln auswirkt.

Wo liegen die Ursachen und was können wir tun? Diese Frage stellen die „Xenius”-Moderatoren dem Imker Albrecht Pausch und dem Schmetterlingsforscher Jan Christian Habel von der TU München. Beide fordern einen Umbau der Landwirtschaft, um Insekten wieder Lebensraum und ausreichend Futter bieten zu können.

Quelle: arte

Aus der guten imkerlichen Praxis ist bekannt, dass die Winterbehandlung mit Oxalsäure bei brutfreiheit erfolgen soll, da Oxalsäure nur auf die ansitzenden Milben wirkt!

Nun, was soll der Imker / die Imkerin tun, wenn die Völker nicht brutfrei sind? Dies kommt mit den milden Herbst und warmen Winter der letzten Jahre vermehrt vor. Natürlich könnte man die vorhandene Brut vor der Behandlung entfernen. Welcher Imker öffnet gerne im Dezember die Völker, um noch vorhandene Brut zu entfernen? Dies scheint mir ein etwas artfremdes Vorgehen!

Im Leitartikel der Bienenzeitung 12/2016 hat Max Meinherz plakativ aufgezeigt, dass sich die Forschung bezüglich der Wirksamkeit der Oxalsäurebehandlung bei der Winterbehandlung uneinig ist. Er hat sich aber nicht geäussert, was denn nun zu tun sei!

Das Institut für Bienenkunde Celle kommt zum Schluss, dass die Wirksamkeit einer Winterbehandlung mit Oxalsäure bei kleinen Brutflächen nur unwesentlich eingeschränkt ist, da nur ein kleiner Teil der Milben in der Brut ist.
Dagegen zeigt eine Forschung des Zentrums für Bienenforschung Liebefeld (ZBF) auf (SBZ 12/2016), dass in der Brut im Winter noch eine beträchtliche Parasitierung durch Varroa vorherrschen kann. Die Empfehlung des ZBF lautet folglich, dass nur bei brutfreien Völkern eine Oxalsäurebehandlung erfolgen sollte, entweder wird die Brut entfernt oder der Imker wartet ab, bis die Völker brutfrei sind.

Fazit:
Mir scheint die Schlussfolgerung des Bieneninstituts von Celle wesentlich praxisnaher:

Eine erfolgreiche Behandlung der Bienen mit Oxalsäure ist mit geringen Einschränkungen auch in milden Wintern möglich.

Es ist besser, dass zumindest die ansitzenden Milben eliminiert werden, als dass zugewartet wird, bis die Völker im Januar / Februar wieder mit brüten beginnen und eine Behandlung definitiv nicht mehr wirksam ist.

Behandlungsmethoden:
Es ist zu beachten, dass die Oxalsäurebehandlung mittels träufeln nicht mehrmals angewendet werden sollte, da sonst die Belastung für die Bienen zu gross wird (die Bienen nehmen die Oxalsäure über den Verdauungstrakt auf)!
Das Verdampfen von Oxalsäure ist wesentlich bienenverträglicher und kann mehrmals durchgeführt werden.

10.12.2016/ jb

Der Bund ist mit einer nationalrätlichen Motion beauftragt worden, einen Nationalen Aktionsplan zur Verminderung der Risiken von Pflanzenschutzmitteleinsätzen auszuarbeiten. Eine Arbeitsgruppe aus Mitgliedern von SAR, STA und VDRB hat eine Stellungnahme ausgearbeitet, welche im Namen von apisuisse eingereicht wird.  Die Imkerbranche fordert darin griffige Massnahmen zum Schutz der Bienen vor Pestiziden.

Der Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft aber auch auf öffentlichen Flächen oder in Privatgärten hat verschiedene negative Auswirkungen auf die Umwelt. Um dieses Risiko zu minimieren, hat der Bund im Sommer einen Aktionsplan vorgestellt und betroffene Kreise zur Stellungnahme eingeladen. Auch die Imkerinnen und Imker haben sich dazu geäussert.

Hier die Medienmitteilung zur Stellungnahme des apisuisse.
Der gesamte Inhalt kann auf der VDRB-Seite nachgelesen werden.

Quelle: VDRB

In Europa und Nordamerika gibt es massive Verluste von Honigbienenvölkern bei der Überwinterung. Hauptschuldige: Varroamilbe und Flügeldeformationsvirus.

Studien der Veterinärmedizinische Universität Wien haben gezeigt, dass die Hauptursache des Bienensterbens die Varroa-Milbe, resp. die durch die Milbe übertragenen Viren sind.

Hauptauslöser dieses Bienensterbens scheint dabei nicht, wie bisher vermutet, der Pestizideinsatz in der modernen Landwirtschaft zu sein. Viele Studien konnten zeigen, dass ein Überleben der Bienenvölker massgeblich von der Belastung durch die Varroamilbe, einen blutsaugenden Parasiten, und der durch diese Milbe verursachten Infektionen mit dem Flügeldeformationsvirus abhängt. Einer Forschungsgruppe des Instituts für Virologie der Vetmeduni Vienna gelang nun durch ein neues Versuchssystem ein entscheidender Schritt zur Erforschung des Virus. Sie stellten mithilfe eines molekularen Klons des Erregers erstmals den Krankheitsverlauf gezielt unter Laborbedingungen nach.

Das Flügeldeformationsvirus, Englisch «deformed wing virus» und kurz DWV genannt, gehört zur Familie der Iflaviren. Infektionen mit dem Flügeldeformationsvirus sind zumeist, aber nicht ausschließlich, an den Befall eines Stocks mit der Varroamilbe gekoppelt. «Das Virus kann auch nachgewiesen werden, wenn keine Parasiten im Stock sind», erklärt Erstautor Benjamin Lamp.

Der Vollständige Artikel kann unter folgenden Links nachgelesen werden:
Quelle ADIZ: http://www.diebiene.de/fluegeldeformationsvirus-faktor-des-bienensterbens
Originalartikel: https://idw-online.de/de/news663035
Studie: http://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0164639

Im Rahmen des Früherkennungsprogramms Apinella haben Sentinel-Imker zwischen Mai und Oktober 2016 schweizweit Bienenstände auf einen Befall mit dem Kleinen Beutenkäfer kontrolliert. Die Schweiz bleibt auch 2016 frei vom Befall des Kleinen Beutenkäfers.

Seit Herbst 2014 werden in Süditalien (Kalabrien) regelmässig mit dem Kleinen Beutenkäfer befallene Bienenvölker entdeckt. Im Sommer 2016 wurde der Käfer bereits 100 km nördlich (Cosenza) des ursprünglich verseuchten Gebietes in mehreren Bienenvölkern gefunden.

Deshalb wurde in der Schweiz das Früherkennungsprogramm Apinella zum zweiten Mal durchgeführt (Rückblick 2015 und 2016). Von Anfang Mai bis Ende Oktober 2016 haben engagierte Sentinel-Imker zweimal im Monat ihre Sentinel-Bienenstände mit der Schäfer-Diagnose-Falle kontrolliert. Pro Bienenstand sind jedes Mal  alle Völker beprobt worden. So kann die Sensitivität der Überwachung optimiert werden, da der Kleine Beutenkäfer nicht alle Völker eines Bienenstandes gleichmässig befällt. Die erhobenen Daten– auch wenn keine Käfer gefangen wurden – übermittelten die Sentinel-Imker umgehend an eine zentrale Datenbank. Die Meldungen der Kontrollen konnten die Sentinel-Imker über das Bee Traffic App für Smartphones oder über das Internet machen. Das BLV hat die von den Sentinel-Imkern in die zentrale Datenbank eingegebenen Daten laufend ausgewertet und publiziert die Ergebnisse im Internet.

weiterlesen: Apinella – Programm zur Früherkennung des Kleinen Beutenkäfers

Eine Studie der Universität Hohenheim (Deutschland) bestätigt, dass in den letzten Jahren die Biodiversität der Insekten stark zurückgegangen ist. Darum unterzeichneten Forscher der Universität Hohenheim eine Resolution an das Umweltministerium in Deutschland.

Die Forscher verlangen ein vollständiges Verbot von Insektengiften der Gruppe der Neonicotinoide bis zum wissenschaftlich sauberen Nachweis ihrer Umweltverträglichkeit. Ausserdem fordern sie Massnahmen zur Erhöhung der Strukturvielfalt in der Kulturlandschaft wie eine Verbesserung des Blütenangebots, so wie ein Langzeit-Monitoring von Insekten, insbesondere Wildbienen. Das soll ermöglichen, gefährdete Bestände zukünftig besser zu lokalisieren und rechtzeitig Gegenmassnahmen einzuleiten.
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Quelle: Universität Hohenheim

Im Jahre 2016 feiert apisuisse 10 Jahre Goldsiegel-Programm. Am 15. und am 16. Oktober 2016 haben zwei Jubiläumsanlässe stattgefunden. Den Höhepunkt bildet jeweils die Referatsreihe von Dr. Werner von der Ohe, dessen «Honig»-Buch ein Standardwerk für Imker ist.

Die Anlässe brillierten mit einer vorzüglichen Vortragsreihe von Dr. Von der Ohe, welcher mit fundiertem wissenschaftlichen Erkenntnissen neue Inputs bezüglich Honigqualität und Qualitätsmanagement darlegte.

Forscher haben in England einen Zusammenhang zwischen dem grossflächigen Rückgang von Wildbienen und dem Einsatz von Neonicotinoiden als Beizmittel im Raps hergestellt. Wissenschaftler um Dr. Ben A. Woodcock und Dr. Nicholas J. B. Isaac vom Zentrum für Ökologie und Gewässerkunde in Wallingford legten ein Raster über die Fläche Englands und werteten Daten zu 62 Wildbienenarten in diesen Parzellen aus. Die Zahlen waren zwischen 1994 und 2011, also über insgesamt 18 Jahre, gesammelt worden. Seit 2002 wurden die Beizen in England genutzt. Ab diesem Zeitpunkt ging die Verbreitung der Bienenpopulationen im Schnitt um rund 13% zurück. Die Forscher schätzen, dass die Neonicotinoide für einen Rückgang der Wildbienenpopulation von durchschnittlich sieben Prozent verantwortlich waren – also für etwa die Hälfte des Gesamtrückgangs im Untersuchungszeitraum. Im Falle der Arten, die an Raps sammeln, lag der Anteil mit zehn Prozent etwas höher. Die Wissenschaftler erklären den Rückgang durch sogenannte subletale Effekte, also einen Einfluss der Beizmittel, die nicht direkt zum Tode führen, aber die Tiere dennoch beeinträchtigen. Die Europäische Union hat die Beizung vieler Saatgutarten mit Neonicotinoiden unter ein Anwendungsverbot gestellt. In England wurde dieses Verbot allerdings durch Ausnahmen gelockert. Die Ergebnisse der Studie wurden jetzt in Nature Communications veröffentlicht.

Quelle: Deutsches Bienenjournal, Ausgabe 10/2016

Der Beutenkäfer ist in Italien noch nicht beseitigt. Dies zeigen aktuelle Funde aus Süditalien!

In Italien wurde der Kleine Beutenkäfer nun auch auf vier Bienenständen in der Provinz Cosenza entdeckt. Die Fundorte liegen 80 Kilometer nördlich des bislang befallenen Gebietes und somit ausserhalb der Ebene, deren hügeliger Rand eine potenzielle natürliche Barriere für den Käfer darstellte.

Wächtervölkern und Nachbarn betroffen
Am ursprünglichen Fundort wurden Käfer in diesem Jahr (2016) bislang in sechs Wächtervölkern gefunden. Dabei handelt es sich um kleine Volkseinheiten, die zur Überwachung aufgestellt wurden.

Der Befall dieser Wächtervölker lässt vermuten, das auch benachbarte Imkereien den Käfer beherbergen. Bislang gibt es diesbezüglich jedoch keine offizielle Meldung.

Quelle: Deutsches Bienenjournal, 28.09.2016

Am Donnerstag 22. September zeigte SRF unter der Reihe «Netz Natur» den Dokumentarfilm «Die Frage der Bienen?»

Welche Fragen würde eine Biene den Menschen stellen, wenn es um die eigene Sicherheit geht? Und welche Fragen müssen wir uns im Hinblick auf die Bienen selbst stellen?

Bienen sind ungemein wichtig. Als Bestäuberinnen von Blüten sind sie nicht nur unentbehrliche Helferinnen des Menschen, sondern auch entscheidend für die Vielfalt der Arten in der Natur. Und sie sind in der Krise. «NETZ NATUR» zeigt, wie es den kleinen Insekten, die Grosses leisten, heute geht und welche Auswirkungen dies für Natur und Menschen hat.

«NETZ NATUR» erzählt aus dem Blickwinkel der emsigen Insekten, wie wir Menschen die Natur in der Schweiz in wenigen Jahrzehnten fundamental verändert haben. Vielerorts ist die Landschaft von vielfältig bunter Natur zur durchrationalisierten, einheitlich grünfarbigen Fläche von Agrarprodukten geworden. Blumen und damit Nahrung für die Bienen gibt es oft nur in gestylten, künstlichen Gärten. Und es stellen sich Fragen: Wo bleibt der ökologische Ausgleich? Warum sind immer mehr Blumen giftig? Ist es auf dem Land noch gesund?

Quelle: SRF

Zu wenig Bienen, aber Honigexport-Weltmeister!? China exportiert Unmengen von Honig, über die Qualität lässt sich streiten.

Ein interessanter Bericht aus der ADIZ-Ausgabe 7/2016 über die Honigproduktion in China.
Im März war Walter Haefeker vom Verband der Chinesischen Honigindustrie als Referent zur China Bee Products Industry Conference (CBPIC 2016) in Chengdu eingeladen. Dies ist die Hauptstadt der Provinz Sichuan, von deren Bestäubungs-Problemen wir in der April-Ausgabe berichteten. Walter Haefeker erfuhr dabei, dass China mehr «Honig» produziert, als es mit der Anzahl an Bienenvölkern eigentlich könnte.

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Quelle: ADIZ, Ausgabe 7/2016

Neonicotinoide sind umstritten. Frankreich hat sie nun komplett verboten. Imker haben Druck gemacht. Das könnte auch Auswirkungen auf andere EU-Länder haben.

Der Einsatz von Neonicotinoiden in der Landwirtschaft ist umstritten. Zwar ist sich die Wissenschaft noch nicht ganz einig, welche Folgen durch die Stoffe für Mensch, Tier und Pflanzen wirklich entstehen, doch gerade deshalb kommt es im Zusammenhang mit neuen Zulassungen und bestehenden Regelungen, die vor einer Verlängerung stehen, zu heftigen Debatten innerhalb der EU-Länder.

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Quelle: Deutsches Bienenjournal / Ausgabe 24.08.2016

Das apisuisse-Goldsiegelprogramm feiert 2016 sein 10-jähriges Bestehen. Aus diesem Grund hat der VDRB zwei Anlässe mit dem international bekannten Honigexperten Dr. Werner von der Ohe organisiert. Er ist Leiter des Bieneninstitutes in Celle, kennt somit die Anliegen von uns Imkerinnen und Imker bestens aus der Praxis. 

Werner von der Ohe vermag Theorie auf eine für den Laien gut verständliche Art praxisnah zu vermitteln. Nehmen Sie diese einmalige Gelegenheit war und sind Sie in Pfäffikon SZ oder Zollikofen dabei. Aus dem beiliegenden Flyer entnehmen Sie die detaillierten Angaben zu den beiden Kursorten. Alle interessieren Imkerinnen und Imker sind herzlich eingeladen; bringen Sie auch Ihre Kollegen mit.

Flyer

Direktlink zur Anmeldung:

http://www.vdrb.ch/aktuelles/news/news/artikel/jubilaeums-anlass-am-15-und-16-oktober-2016.html?tx_ttnews[backPid]=1&cHash=363b5b761e53c4e7a4e4365fa5605c0e

Dies titelte die Zürichseezeitung in der Ausgabe vom 23.08.2016.

Der verregnete Sommer setzt den Bienenvölkern im Bezirk stark zu. Die Auswirkungen sind massiv: Die hiesigen Imker berichten von einem Komplettausfall der Honigernte – gar seien einzelne Völker verhungert und verendet. Eine Tatsache, über die in Imkerkreisen niemand gerne spricht.

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Trotz des wunderbaren Sommerabends, haben sich viele aktive Imker/-innen für einen interessanten Austausch über die Behandlung gegen die Varroa eingefunden.

Die Präsentation und weitere Unterlagen können hier heruntergeladen werden:

Im Jahre 2016 feiert apisuisse 10 Jahre Goldsiegel-Programm. Am 15. und am 16. Oktober 2016 finden zwei Jubiläumsanlässe statt, zu denen alle Imker eingeladen sind. Den Höhepunkt bildet jeweils die Referatsreihe von Dr. Werner von der Ohe, dessen „Honig“-Buch ein Standardwerk für Imker ist.

Weitere Informationen und Anmeldung auf der Homepage des VDRB.

Unter Honigsensorik versteht man die Beschreibung von Geruch, Geschmack, Farbe, Konsistenz, sowie die Beurteilung von Verpackung und Aufmachung eines Honigs.

Konsumenten welchen ihren Honig im Handel kaufen, kommen kaum in den Genuss die unterschiedlichen Aromen von Honig zu erfahren, die Vielfalt von Honig zu schmecken. Die meisten Honige im Handel sind keine sortenreinen Honige sondern Mischungen. Mischt man Honige unterschiedlicher Herkunft so ergibt sich ein moderates Aroma. Ein Teil der Kunden erwartet wahrscheinlich dieses Aroma, da es der «typische» weil gewohnte Honiggeschmack ist. Die interessante Vielfalt der Aromen geht bei diesem Verschnitt aber immer verloren.

Diese Vielfalt kosteten am 6. Juni die Imker des Vereins Bezirk Horgen. Es war ein interessanter Abend in die Welt des Honigs.

Die Unterlagen dazu können hier heruntergeladen werden.

Breites Bündnis für eine starke Reduktion des Pestizideinsatzes in der Schweiz

In der Schweiz werden deutlich mehr Pestizide verwendet als nötig. Der Pestizideinsatz liesse sich bis 2020 um über 50% reduzieren. Dies geht aus einem heute veröffentlichten Pestizid-Reduktionsplan von Vision Landwirtschaft hervor, dessen Forderungen von einem breiten Bündnis aus Landwirtschafts-, Trinkwasserversorger-, Gewässerschutz-, Umwelt-, Gesundheits- und Konsumentenkreisen mitgetragen werden. Der Pestizid-Reduktionsplan zeigt machbare Alternativen zur heutigen Verwendung von Pestiziden auf und ergänzt damit den Aktionsplan Pflanzenschutzmittel, den der Bundesrat in den nächsten Wochen in die Vernehmlassung senden wird.

Quelle: SVGW
Hinweis auf der Seites des VDRB

44% der US-amerikanischen Bienenvölker kamen nicht über das Jahr 2015/2016. Gerechnet wird von April zu April. So das Ergebnis einer landesweiten Umfrage unter den Imkern. Reine Winterverluste der Bienenvölker: 28,1%.

«Die hohen Verluste speziell im Sommer machen uns enorme Sorgen», so der Projektdirektor der Übersicht Dennis van Engelsdorp. «Winterverluste kann man ja erwarten und man muss sie in gewisser Weise hinnehmen. Aber dass im Sommer solch hohe Bienenverluste auftreten, in einer Jahreszeit, in der die Bienen den Höhepunkt ihrer Entwicklung erreichen, ist sehr alarmierend.»

weiterlesen in ADIZ .......
oder Originalartikel .......

Im Rahmen des Früherkennungsprogramms Apinella werden Sentinel-Imker auch 2016 schweizweit Bienenstände auf einen Befall mit dem Kleinen Beutenkäfer kontrollieren.........
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Quelle: Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV

......... Offiziell wurde der Kleine Beutenkäfer in der Gemeinde Gioia Tauro am 5. September 2014 zum ersten Mal in Italien entdeckt. An diesem Tag fanden Mitarbeiter der Universität Mediterranea mindestens 20 Käfer und 192 Larven in Versuchsvölkern in einem Zitrushain, in dem die Auswirkungen eines Pestizids getestet wurden. An Theorien, wie der Käfer nach Kalabrien gelangt war, gibt es keinen Mangel. Offiziell wird gerne auf den Hafen verwiesen, in dessen Nähe der erste Fundort lag. Es ist möglich, dass Käfer in einem wilden Bienenschwarm als blinde Passagiere auf einem Containerschiff nach Italien reisten. Der Hafen selbst gibt aber an, dass in den Jahren zuvor kein Bienenschwarm aufgefallen sei. Illegale Bienenimporte aus Übersee sind da schon ein wahrscheinlicheres Einfallstor und werden auch in Imkerkreisen als solches diskutiert. Dabei gibt es sogar latente Verdächtigungen, dass der Käfer von Wanderimkern aus Sizilien nach Kalabrien eingeschleppt wurde.  ............. weiterlesen ........

Quelle: Deutsches Bienenjournal 4/2016; Sebastian Spiewok

Der Bericht zeigt deutlich, wie schwierig es sein wird, diesem Schädling Herr zu werden! Auch wenn in der Schweiz die klimatischen Bedingungen für den Kleinen Beutenkäfer nicht optimal sind, wünschen wir uns, dass wir verschont bleiben.

Dazu können wir alle auch einen Beitrag leisten, indem wir auf Importe jeglicher Bienenprodukte verzichten und vor allem keine Ableger aus internationalem Handel einkaufen!

«Regional sind Wirtschaft und Politik für die Abnahme der Honigbienenvölker verantwortlich, weltweit gesehen nehmen die Völkerzahlen aber zu.»

Dies ist der Einstieg zu einem Artikel in der März-Ausgabe des «Deutschen Bienenjournals».
zum Artikel.......

Von: Rechsteiner Aurelia VDRB
Datum: 17. Februar 2016 14:29:34 MEZ
An: alle Imker

Betreff: Bereits jetzt hohe Varroabelastungen - Was tun?

Liebe Imkerkader

Verschiedene Regionen der Schweiz melden hohe Varroabelastungen. Wegen dem sehr milden Winter musste die Winterbehandlung mit Oxalsäure oft durchgeführt werden, als die Völker noch kleine Brutnester pflegten. Hat der Imker die verbleibende Brut vor der Behandlung nicht entfernt oder zerstört, kämpft er nun möglicherweise mit einer grossen Milbenzahl.

Der Imker, der den starken Varroadruck festgestellt hat, kann zum jetzigen Zeitpunkt aber leider nicht viel tun. Eine Oxalsäurebehandlung nützt bei den bereits wieder grossen Brutflächen wenig und auf eine mehrmalige Behandlung soll wegen den entstehenden Rückständen verzichtet werden.

Der Bienengesundheitsdienst empfiehlt folgendes Vorgehen:

Wann?

Was tun?

Jetzt

Die Futterversorgung kontrollieren und wenn nötig notfüttern (mit vorhandenen Futterwaben oder mit Futterteig).

Ab März

Im März natürlichen Milbenfall kontrollieren. Bei kritischen Völkern Überprüfung im Monatsrhythmus wiederholen.

(Erhebung und Grenzwerte gemäss BGD-Merkblatt 1.5.1.) www.apiservice.ch/varroa

Im Frühling

(bei erster verdeckelter Drohnenbrut)

Drohnen 2 – 3 x ausschneiden

Nach dem Massenwechsel oder am besten direkt nach der Frühlingshonig-Ernte

Bei Problemvölkern Notbehandlung gemäss BGD-Merkblatt 1.7.1 (Magazin), respektive 1.7.2. (Schweizerkasten) durchführen. www.apiservice.ch/varroa

Liebe Grüsse,
Anja Ebener

Geschäftsleiterin apiservice gmbh
Schwarzenburgstrasse 161, 3003 Bern
T 058 463 82 13
M 079 940 21 39
anja.ebener@apiservice.ch
www.apiservice.ch

Ergänzung (Beat Jörger):
Die Methode der Hyperthermie wird hier nicht erwähnt, welche sich aber bestens eignet, wenn im März hoher Varroadruck herrscht und bereits auf zwei bis drei Waben Brut vorhanden ist.
Weitere Informationen können unter folgendem Link nachgelesen werden: http://www.varroahyperthermie.ch/hyperthermie.html

Nördlich der Alpen blühen Haselsträucher und Erlen. Die Wetterbedingungen bleiben in den kommenden Tagen grösstenteils günstig für die Blüte. Die sehr allergenen Pollen dieser Bäume finden sich häufig in der Luft. Auf der Alpensüdseite stehen Haselsträucher, Erlen und Zypressengewächse in voller Blüte. Ihre Pollen erreichen grössere Konzentrationen in der Luft, denn die Bedingungen für die Blüte bleiben günstig. In den nächsten Tagen beginnt die Blütezeit von Pappeln und Ulmen.

Quelle: Allergiezentrum Schweiz

Ein Monatsbericht von Dr. Liebig (nachfolgend der etwas gekürzte Text, die Gesamtfassung kann hier nachgelesen werden):
Die zweite Februardekade soll kühler werden als die erste und in der dritten könnte es eisig kalt werden, wenn die klirrende Kälte, die sich zurzeit im Osten Nordamerikas ausbreitet, über den Atlantik nach Europa kommt.

Unabhängig davon wie sich bei uns («hier im Westen») der Februar verabschiedet und der März beginnt, vielleicht ähnlich wie 2013, wird der Winter 2015/16 als sehr mild in die Statistik eingehen.

Den Bienenvölkern hat dieser milde Winter nicht geschadet, auch wenn das in den Medien wiederholt anders dargestellt wurde. Diese Berichte haben wieder einmal erkennen lassen, dass manche „Experten“ nicht wirklich wissen wie Bienenvölker überwintern.

weiterlesen.......

Mitteilung des BLW vom 10.2.2016

Das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) lässt Pflanzenschutzmittel mit dem Wirkstoff Streptomycin 2016 nicht zur Bekämpfung der Bakterienkrankheit Feuerbrand im Kernobstbau zu. Das BLW setzt damit die Grundsätze des integrierten Pflanzenschutzes um, wonach die Verwendung von chemischen Pflanzenschutzmitteln nur als Ergänzung und als letztes Mittel zu den vorrangigen, präventiven Massnahmen angesehen werden darf.

Bundesamt für Landwirtschaft
Artikel NZZ, 10.02.2016

Nach dem erfolgreichen Sensorik-Kurs des letzte Jahres bietet der VDRB auch dieses Jahr wieder Ende März neben dem Sensorik-Kurs neu auch ein Qualitätskurs an. Als Referentin konnte wieder Susanne Wimmer, Leiterin des Labors für Bienenprodukt und Bienengesundheit beim Imkereizentrum Linz, verpflichtet werden. Siegelimker können von einem Rabatt profitieren.

Bei der momentanen Wetterlage fliegen schon die Haselpollen – rund zwei Wochen früher als üblich. Grund dafür sind die hohen Tagestemperaturen, aber auch die milde Zeit im letzten November. (Quelle: Allergiezentrum Schweiz (aha))

Es ist Winter, doch die Haselkätzchen beginnen sich zu strecken und leuchten gelb: Die frühlingshaften Temperaturen bringen die Hasel jetzt beinahe überall in der Schweiz zur Blüte. Tage mit Temperaturen über 5 bis 7 Grad Celsius lassen ihre Pollen fliegen. Damit beginnt der Pollenflug des Strauchs in diesem Jahr rund zwei Wochen früher als im langjährigen Mittel. In Genf wurden bereits an Weihnachten mässige Haselpollenmengen gezählt, in der ersten Januarhälfte auch in Neuenburg, Lausanne und sogar in Zürich. «Ab jetzt ist bei dieser Wetterlage jedoch schweizweit mit Haselpollen zu rechnen, mit steigender Belastung, stellt Biometeorologin Regula Gehrig von MeteoSchweiz in Aussicht. 

Der milde November hat auch Einfluss
Die Entwicklung von Pflanzen und damit auch die Blüte hängt aber nicht nur vom aktuellen Wetter, sondern von der Temperaturentwicklung in den Vormonaten ab. Auf diese Daten stützt sich die Blühbeginnprognose von MeteoSchweiz: Gestellt wird eine solche Prognose gemäss Regula Gehrig aufgrund der Summe von warmen Tagesmitteltemperaturen der ungefähr letzten zwei Monate. Normalerweise sind somit für die Haselblühprognose die warmen Tage im Dezember und Januar massgebend. Aber: «In diesem Jahr muss auch der ausserordentlich milde November berücksichtigt werden.» Eine Prognose bleibe aber eine Prognose und die könne sich auch jederzeit ändern: Mehrere aufeinander folgende warme Tage könnten den Blühbeginn sehr stark beschleunigen, während kältere Temperaturen und Niederschläge ihn wieder verzögerten.
Quelle: Allergiezentrum Schweiz (aha)

Es ist davon auszugehen, dass unsere Bienen beinahe den Winter hindurchbrüteten und dadurch, wegen der zu warmen Winterperiode, mehr Futter verbrauchten als in einem normal-kalten Winter.

Darum muss jetzt darauf geachtet werden, dass die Völker noch genügend Futter haben. Besonders die grösseren Völker werden mehr Futter verbraucht haben, als die kleineren.